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Pretziener feiern mit Landesfanfarenzug und ihrer Feuerwehr in den Wonnemonat
Mit einem Maibock in den Mai
Von Thomas Schäfer
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Als ein Anziehungspunkt gilt das Maifeuer in Pretzien. Eine Besonderheit des Umzuges ist der Landesfanfarenzug Sachsen-Anhalt, der in diesem Jahr zum zweiten Mal den Marsch durch den Ort begleitet hat. Traditionell beteiligte sich halb Pretzien an der Veranstaltung.
 
Pretzien. Blickte man vergangenen Freitag gegen 19 Uhr gen Himmel, war zu befürchten, dass das Pretziener Maifeuer ins Wasser fallen könnte. Düster sah es aus. Doch als ab 19.30 Uhr gewaltige Paukenschläge durch Pretzien zu vernehmen waren, klarte der Himmel mehr und mehr auf. Der Landesfanfarenzug Sachsen-Anhalt hatte sich in Bewegung gesetzt. Vom Park-Hotel startend marschierte der Zug musikalisch mitreißend auf einem Rundkurs durch Pretzien.
 
Als der Umzug gegen 20.15 Uhr auf der Festwiese an der Straße Richtung Ranies ankam, war er um ein Vielfaches gewachsen. Hunderte Pretziener hatten sich den Schwarz-Gelb gekleideten Spielmännern angeschlossen. Vor allem auch für die Jüngsten war es ein Riesenspaß: viele Kinder waren mit lodernden Fackeln und leuchtenden Laternen unterwegs. Jenen Kindern, die mit Fackeln ausgerüstet waren, gebührte dann auch die Ehre, dass Maifeuer unter den wachsamen Augen der Freiwilligen Feuerwehr Pretzien zu entzünden. Innerhalb weniger Minuten stand es in Flammen und bot einen imposanten Anblick. Die Kameraden der Feuerwehr hatten zuvor in unmittelbarer Nähe zum Feuer den geschmückten Maibaum gehisst.

Nach 2009 war es das zweite Mal, dass der Landesfanfarenzug zum traditionellen Hissen des Maibaumes in Pretzien aufspielte. Helko Meyer, Vereinsvorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Pretzien, der die Maifeierlichkeiten organisiert, hat dafür eine simple Erklärung: "Der Vorsitzende des Landesfanfarenzuges wohnt in Pretzien. Man kennt sich, und so war es uns möglich, den Fanfarenzug für unsere Maifeier zu gewinnen."
Die Resonanz zeigt, ein Besuch lohnt sich

Zwar wäre das beachtenswert große Maifeuer schon Grund genug zur Festwiese zu pilgern. Durch den Einsatz des Fanfarenzuges jedoch haben die Feierlichkeiten eine neue Qualität gewonnen.
Dies sieht auch Petra Wünsch so. Die Schönebeckerin kommt seit Jahren mit ihrem Mann zum Pretziener Maifeuer und zeigt sich begeistert: "Die Atmosphäre ist einfach besser als noch vor zwei Jahren und es sind auch viel mehr Leute da. Neben dem Osterfeuer ist es in diesem Jahr der zweite Höhepunkt in Pretzien. Es ist toll, was die kleine Gemeinde auf die Beine stellt."

Helko Meyer, der Vorsitzende des 34 Mann starken Feuerwehrfördervereins, sieht es ähnlich. "Die Resonanz ist viel größer als im vergangenen Jahr. Es hat sich scheinbar rumgesprochen, dass sich ein Besuch der Maifeier lohnt. Ich freue mich vor allem darüber, dass so viele Kinder hier sind."

Als das Feuer in voller Pracht loderte, spielte der Fanfarenzug noch einmal unter großem Beifall auf. Danach herrschte munterer Trubel auf der Festwiese. Mit Gegrilltem und Maibock feierten die Pretziener in den Mai.

 

 

Quelle: Volksstimme

 
Montag, 06. September 2010

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