|
6. Kinderfest und Tag der öffenen Tür |
|
|
|
6. Kinderfest und Tag der öffenen TürDas ist ja wie vor hundert Jahren, wenns gebrannt hat", staunte ein Besucher des Pretziener Feuerwehrfestes. Grund war die pferdegezogene Handdruckspritze von 1870 der Schönebecker Traditionsfeuerwehrgruppe. Unterstützt wurde der historische Effekt durch den radfahrenden Feuermelder Jürgen Ahrens. Er spektakelte mit einer mobilen Feuertröte herum, die nicht mit Lungenkraft, sondern per Hand betätigt wurde. Vermutlich eine Neuerung vom Ende des 19. Jahrhunderts, um den Bäckerjungen Puste zu ersparen. "Ja, weil die alle Frühaufsteher sein mussten, hatte man sie verpflichtet, Alarm zu geben", erklärte Ahrens. Er erinnerte an Zeiten, wo auf dem Schönebecker Salzturm der Nachtwächter ein waches Auge auf die Stadt hatte. Er war oft der erste, der Brände bemerkte und sie mit Schwenken einer roten Laterne und Trompetensignalen vermeldete. Danach kamen dann vor der Feuerwehr die Bäckerjungen ins Spiel.
Derartige Geschichte hörten sich besonders die anwesenden Kinder gern an, für die das Pretziener Fest in erster Linie ausgerichtet war. Wehrleiter Uwe Ballerstedt gestand, dass man dabei nicht zuletzt die Nachwuchswerbung im Auge habe. Die Wehr steht mit 35 aktiven Kameraden und einem Altersdurchschnitt von etwa Ende 30 relativ gut da. Unterstützt werden sie seit vergangenem Jahr vom 23-köpf gen Feuerwehr-Förderverein, dessen Vorsitzender Helko Meyer ist. Die Damen und Herren in den roten T-Shirts sorgten ebenfalls für das Gelingen des Festes, dessen Erlös der Wehrausstattung zugute kommt.
Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes war für mutige Steppkes die Fahrt im Korb der Drehleiter. Zusammen mit Feuerwehrmann André Finzelberg schwebten sie in zu verantwortenden luftigen Höhen. Was in einem Alter, das man auch als "Prägungsphase" bezeichnen kann, so manchen Knirps die Feuerwehrarbeit sehr nahe gebracht haben dürfte.
|